Eigene Gefühle in der Kommunikation

Zwischenmenschliche Kommunikation  – weshalb passt da die eigene Gefühlswelt dazu?

Erstmal, weil ich es als immens wichtig erachte, zu merken, was es in mir auslöst, wenn jemand etwas zu mir sagt. Mir schreibt. Oder über welchen Kanal auch immer mit mir kommuniziert. In mir selber ausgelöste Gefühle bestimmen die Art und Weise „wie“ ich etwas höre, wie ich Gesagtes oder Geschriebenes interpretiere und schlussendlich, wie ich darauf reagiere.

Zu merken, welche Gefühle eine bei mir ankommende Botschaft auslöst, empfinde ich als Mehrwert – und als permanente Verunsicherung. Ohne Rückfrage, wie etwas gemeint ist, was die andere Person bewegt, kann ich lediglich davon ausgehen, dass ich meinen eigenen Eindruck dessen, was bei mir einlangt, bewerte.

In mich hineinzufühlen und zu -hören mag zwar eine Quelle der Unsicherheit sein. Aber gleichzeitig eine mächtige Ressource der Gelassenheit. Ohne zu wissen, was wie gemeint war, ist kein Ärgern „notwendig“, kein Unmut. Dies mag die Nachfrage ergeben. Ein „Warum“ ist ein Anfang, die Frage nach dem „Grund“ der nächste Schritt. Über einen „Grund“ zu sprechen, kann vielmals als objektiver empfunden werden – im Vergleich zum „Warum“, das für manche Menschen geradezu nach Rechtfertigung schreit.

Mit diesen Gedanken und Inputs versehen wünsche ich Ihnen mit meinem „Plädoyer, nachzufragen“ viel Offenheit beim Ausprobieren und beim eigenen Verankern.